Etwas Größeres als wir selbst
Ich möchte heute mit einer Frage beginnen: Bist du Teil von etwas, das größer ist als du selbst?
Vielleicht ist das eine ungewohnte Frage. Aber alle, die heute Morgen mitgesungen haben, waren Teil von etwas Größerem als ihrer eigenen Stimme. Das gemeinsame Singen und das gemeinsame Singen für Gott ist viel mehr als eine einzelne Stimme. Es ist sogar mehr als die Summe vieler Stimmen. Da geschieht etwas Größeres.
Auch die Wissenschaft hat sich damit beschäftigt und viele positive Effekte des gemeinsamen Singens festgestellt. Verschiedene Glückshormone werden ausgeschüttet. Interessanterweise gleicht sich sogar der Herzschlag der Menschen an, die zusammen singen. Es entsteht ein Gleichklang der Herzen. Ist das nicht wunderschön, besonders wenn wir dabei auch den geistlichen Aspekt des gemeinsamen Singens bedenken? Da ist etwas Großes!
Wenn du kein Musikmensch bist, gilt Ähnliches auch für den Sport. Wenn eine Mannschaft gemeinsam eine Leistung erbringt, entsteht etwas, das mehr ist als das, was jeder Einzelne leisten könnte. Ein großartiger Spielzug im Fußball, Volleyball oder Basketball ist mehr wert als die Aktion eines Einzelnen.
Darum soll es heute gehen: zu zeigen, wie wunderbar und mächtig es ist, wenn sich Kräfte und Menschen vereinen und was Gott durch das Zusammenwirken seiner Kinder in seinem Werk tun kann.
Teil 1: Besichtigen und beurteilen
Heute beschäftigen wir uns mit Nehemia 2,11 bis 3,32. Für die Predigt habe ich diesen Abschnitt in drei Teile gegliedert. Der erste Abschnitt umfasst Nehemia 2,11–16 und steht unter der Überschrift: „Besichtigen und beurteilen“
„Ich aber kam nach Jerusalem. Und als ich drei Tage dort gewesen war, 12 da machte ich mich bei Nacht auf mit wenigen Männern; denn ich sagte keinem Menschen, was mir mein Gott ins Herz gegeben hatte, für Jerusalem zu tun; und es war kein Tier bei mir außer dem Tier, auf dem ich ritt. 13 Und ich ritt bei Nacht durch das Taltor hinaus in Richtung der Drachenquelle und zum Misttor, und ich untersuchte die Mauern Jerusalems, die niedergerissen waren, und ihre Tore, die mit Feuer verbrannt waren. 14 Und ich ging hinüber zum Quelltor und zum Königsteich, aber da war für das Tier unter mir kein Platz zum Durchkommen. 15 So stieg ich in der Nacht das Tal hinauf und untersuchte die Mauern und kehrte dann um und kam durch das Taltor wieder heim. 16 Die Vorsteher aber wussten nicht, wo ich hingegangen war und was ich gemacht hatte; denn ich hatte bis dahin den Juden und den Priestern, auch den Vornehmsten und den Vorstehern und den anderen, die an dem Werk arbeiteten, nichts gesagt.“
Wir begegnen hier erneut Nehemia. Unter dem Schutz und der Leitung der guten Hand Gottes ist er schließlich nach Jerusalem gekommen. In Susa hatte er voller Leidenschaft für Jerusalem und das Volk Gottes mitgelitten, mitgebetet und ausgeharrt. Wir haben gesehen, wie er sich im Zeitplan Gottes bereitgemacht hat. Auf seinem Herzen lag das göttliche Erneuerungswerk für Jerusalem und seine Bewohner.
Im Text lesen wir, dass Gott ihm dieses Werk aufs Herz gelegt hatte. Das ist die absolut notwendige Voraussetzung. Wenn Gott uns ein Werk nicht aufs Herz legt, wird es nicht gelingen. Es muss die Hand Gottes sein. Es braucht Herzen voller Leidenschaft für das Werk Gottes, Herzen, die bereit sind mitzuleiden, wenn Dinge im Zerbruch liegen, wie es damals in Jerusalem der Fall war.
Nehemia geht dabei sehr behutsam vor. Nachdem er drei Tage in Jerusalem gewesen ist, macht er sich merkwürdigerweise nachts auf, um den Zustand der Mauern und Tore zu beurteilen. Vielleicht war es eine helle Nacht mit starkem Mondschein. Vielleicht musste er aber auch ganz nah an die Mauern herangehen, um ihren Zustand erkennen zu können. Es ist interessant, darüber nachzudenken, wie das praktisch ausgesehen haben mag.
Bemerkenswert ist, dass er ausdrücklich erwähnt, unbemerkt bleiben zu wollen. Bevor er das Werk beginnt und andere mit einbezieht, will er sich selbst vor Ort ein Bild machen. Bis dahin kannte er die Situation nur vom Hörensagen.
Er verlässt die Stadt durch das Taltor, zieht nach Süden an der Drachenquelle, dem Misttor und dem Quelltor vorbei. Dort kommt er nicht weiter, biegt beim Königsteich in das Kidrontal ab, kehrt schließlich um und gelangt durch das Taltor wieder zurück zu seiner Unterkunft.
Was sieht er dort? Niedergerissene Mauern und Tore, die mit Feuer verbrannt wurden.
Stadtmauern sind notwendig zum Schutz und zur Abgrenzung. Tore sind notwendig, um Einlass und Auslass zu regeln. Erst beides zusammen macht eine Stadt zur Stadt. Befestigte Mauern und intakte Tore ermöglichen das Leben in der Stadt und schützen ihre Bewohner. Eine offene Stadt mit zerstörten Mauern und verbrannten Toren, wie Nehemia sie vorfindet, bietet keinen Schutz und hat keinen Bestand.
Eine notwendige Bestandsaufnahme
Dabei stellt sich eine wichtige Frage: War den Verantwortlichen Jerusalems dieser Zustand entgangen? Hatten sie übersehen, dass Mauern und Tore in einem erbärmlichen Zustand lagen? Waren sie blind geworden für die Not und die Schmach der einst prächtigen Stadt des großen Königs? Oder hatten Mutlosigkeit und Hoffnungslosigkeit jede Motivation erstickt? Hatten sie sich einfach damit abgefunden? Es scheint so.
Liebe Gemeinde, damals gab Gott Nehemia ins Herz, eine realistische Beurteilung des Zustands Jerusalems vorzunehmen. Wie steht es mit uns?
Wie steht es mit der Gemeinde Christi, der Wohnung Gottes im Geist, die aus lebendigen Steinen aufgebaut wird? Wie steht es mit unserem Zeugnis als Stadt des lebendigen Gottes? Wie steht es mit unserem Zeugnis des himmlischen Jerusalems, von dem Hebräer 12,22 spricht?
ihr seid gekommen zu dem Berg Zion und zu der Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem, und zu Zehntausenden von Engeln (Hebräer 12,22)
Wie ist unser Zustand?
Wie steht es um die Mauern und Tore der Gemeinde?
Wie steht es um unser Leben innerhalb der Stadt und um die Anbetung Gottes, die der Fokus unserer Gemeinde sein soll?
Wir finden im Wort Gottes sowohl im Alten als auch im Neuen Testament die Aufforderung, uns selbst zu prüfen und eine ehrliche Bestandsaufnahme vorzunehmen.
In 2. Korinther 13,5 lesen wir:
Prüft euch selbst, ob ihr im Glauben seid; stellt euch selbst auf die Probe!
Und in Klagelieder 3,40 heißt es:
Lasst uns unsere Wege prüfen und erforschen und umkehren zum HERRN!
Die entscheidende Frage lautet: Haben wir einen realistischen Blick auf unseren persönlichen geistlichen Zustand und auf unseren gemeinschaftlichen geistlichen Zustand? Oder sind wir blind geworden und haben uns an Dinge gewöhnt, die dem Urteil Gottes entgegenstehen?
In unserem Text sehen wir, dass Gott einen Mundschenk aus Susa, 1300 Kilometer entfernt, senden musste, damit diese realistische Beurteilung vor Ort überhaupt vorgenommen wurde. Sie war der notwendige Auftakt für das anschließende Erneuerungswerk.
Der Herr prüft seine Gemeinde
Ihr Lieben, ich bin dem Herrn dankbar, dass er uns jemanden zeigt, der den Zustand der Gemeinde und den Zustand unserer Herzen realistisch beurteilt. Dazu schauen wir in das Auftaktkapitel der Offenbarung. Dort begegnen wir niemand anderem als dem erhöhten Herrn und Heiland. Johannes berichtet:
Und ich wandte mich um und wollte nach der Stimme sehen, die mit mir redete; und als ich mich umwandte, da sah ich sieben goldene Leuchter, und mitten unter den sieben Leuchtern Einen, der einem Sohn des Menschen glich. (Offenbarung 1,12+13a)
Und weiter heißt es:
Die sieben Sterne sind Engel der sieben Gemeinden, und die sieben Leuchter, die du gesehen hast, sind die sieben Gemeinden. (Offenbarung 1,20b)
Wir befinden uns hier mitten in einer Beschreibung, die mit Tempelsprache gemalt wurde. Wir sehen jemanden, der den Zustand der Leuchter prüft. Er geht inmitten dieser Leuchter umher und schaut, ob sie noch Licht geben. Diese Leuchter sind die sieben Gemeinden, an die anschließend in den sieben Sendschreiben die Berichte über ihren Zustand gerichtet werden.
Wichtig ist dabei: Es ist niemand anderes als das Haupt der Gemeinde selbst, der inmitten der Gemeinde umhergeht, prüft und anschließend ausspricht, was er gesehen hat. Wie ein Priester im Tempel sorgt der Herr Jesus dafür, dass die Leuchter Licht geben und Zeugnis von der Herrlichkeit Gottes inmitten der Finsternis dieser Welt sind. Der Herr prüft seine Gemeinde. In den Kapiteln 2 und 3 der Offenbarung, in den Sendschreiben, finden wir das Ergebnis dieser Beurteilung.
Fragen an uns selbst
Ich habe diese Prüfergebnisse zusammengefasst und möchte sie auf uns anwenden. Deshalb ermutige ich dich, die ersten drei Kapitel der Offenbarung in den nächsten Wochen noch einmal zu lesen und sie im Gebet gründlich zu durchdenken.
Wie steht es um unser Licht, unser Zeugnis für die Herrlichkeit, die Gerechtigkeit, die Heiligkeit und die Liebe Gottes in dieser Welt?
Wie steht es um unsere erste Liebe – diese vertikale Liebe zu Gott, der uns zuerst geliebt hat und die uns in der Folge immer auch zur Liebe gegenüber anderen führt?
Wie sieht es mit falscher Lehre aus? Lassen wir zu, dass sich falsche Lehren und Unmoral einschleichen, wie es bei einigen der dort genannten Gemeinden geschah? Oder praktizieren wir eine heilige Absonderung zu unserem Herrn hin?
Sind wir geistlich wirklich so lebendig, wie es vielleicht auf den ersten Blick erscheint? Oder gibt es Bereiche, in denen wir eingeschlafen sind?
Sind wir uns unserer kleinen Kraft bewusst und halten dennoch am Gehorsam gegenüber dem Wort Gottes fest? Oder glauben wir, reich zu sein, während wir geistlich träge, elend und blind geworden sind?
Scheint unser Zeugnis hell für ihn? Strahlen wir Licht aus als Zeugnis für unseren herrlichen Gott? Oder verbreiten wir eher einen rußigen Gestank als Licht?
Der glimmende Docht
Vielleicht gleicht unser Zustand einer Kerze, die fast heruntergebrannt ist. Der Docht glimmt nur noch schwach, raucht, rußt und verbreitet Gestank.
Ist das vielleicht in der einen oder anderen Hinsicht mein Zustand oder unser Zustand geworden?
Damals war es so: Wenn eine Öllampe heruntergebrannt war und der Docht zu rauchen begann, nahm man die Lampe so schnell wie möglich und warf sie zum Fenster hinaus, damit nicht die ganze Wohnung voller Rauch wurde. Doch hier kommt Hoffnung. Wir haben einen wunderbaren Herrn.
Hoffnung durch den Herrn
Lasst uns hören, was dieser Herr über sich selbst sagt. Behalte dabei das Bild der Leuchter und des glimmenden, rußenden Dochtes vor Augen.
Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen, bis er das Recht zum Sieg hinausführt. (Matthäus 12,20)
Ein geknicktes Rohr ist zu nichts nütze und kann dennoch verletzen. Ein glimmender Docht gibt kein Licht mehr, sondern nur noch Gestank ab. Wir würden beides wegwerfen. Unser Herr jedoch nicht. Er will uns als Lichtträger und Leuchter nicht verstoßen, selbst wenn in manchem Bereich der Docht unseres Zeugnisses nur noch glimmt und rußt. Unser Herr ist ein langzeiterprobter Experte für Erneuerung.
Das war der erste Teil der Predigt. Besichtigen und beurteilen – das ist unbedingt notwendig, bevor wir anpacken und ein Werk der Erneuerung beginnen.
Teil 2: Begeistern und beteiligen
Wir machen weiter mit den Versen 17 bis 20:
Da sprach ich zu ihnen: Ihr seht das Unglück, in dem wir uns befinden; wie Jerusalem in Trümmern liegt und seine Tore mit Feuer verbrannt sind. Kommt, lasst uns die Mauern Jerusalems wieder aufbauen, damit wir nicht länger ein Gespött sind! 18 Und ich teilte ihnen mit, wie gütig die Hand meines Gottes über mir gewaltet hatte; dazu die Worte des Königs, die er zu mir geredet hatte. Da sprachen sie: Wir wollen uns aufmachen und bauen! Und sie stärkten ihre Hände zu dem guten Werk. 19 Als aber Sanballat, der Horoniter, und Tobija, der ammonitische Knecht, und Geschem, der Araber, dies hörten, spotteten sie über uns und verachteten uns und sprachen: Was hat das zu bedeuten, was ihr euch da vornehmt? Wollt ihr euch gegen den König auflehnen? 20 Da antwortete ich ihnen und sprach: Der Gott des Himmels wird es uns gelingen lassen; darum wollen wir, seine Knechte, uns aufmachen und bauen. Ihr aber habt weder Anteil noch Recht noch Andenken in Jerusalem! (Nehemia 2,17)
Was finden wir in diesem Abschnitt? Der Befund steht fest. Die Beurteilung Nehemias ist eindeutig. Doch Nehemia gibt sich nicht mit diesem Zustand zufrieden. Darin sollte er uns ein Vorbild sein.
Wir wissen, seit wir vor einigen Monaten Epheser 5 betrachtet haben, dass auch unser Herr sich nicht mit dem Zustand seiner Gemeinde zufriedengibt. Er reinigt und heiligt sie, damit sie einmal herrlich und tadellos vor ihm steht.
… gleichwie auch der Christus die Gemeinde geliebt hat und sich selbst für sie hingegeben hat, damit er sie heilige, nachdem er sie gereinigt hat durch das Wasserbad im Wort, damit er sie sich selbst darstelle als eine Gemeinde, die herrlich sei, sodass sie weder Flecken noch Runzeln noch etwas Ähnliches habe, sondern dass sie heilig und tadellos sei. (Epheser 5,25-27)
Nehemia weiß außerdem, dass er dieses Werk nicht allein tun kann. Er hat vieles organisiert und Holz mitgebracht, doch er weiß, dass dieses Werk seine Kräfte allein übersteigt.
Sich eins machen mit dem Volk Gottes
Es ist wunderschön, was Nehemia in Vers 17 tut. Obwohl er erst seit drei Tagen vor Ort ist, macht er sich eins mit dem Zustand des Volkes. Er sagt:
Ihr seht das Unglück, in dem wir uns befinden … (Nehemia 2,17)
Er erhebt nicht den Finger und spricht von „ihr“, sondern verwendet das einladende „wir“. Er sagt:
… Kommt, lasst uns die Mauern Jerusalems wieder aufbauen, damit wir nicht länger ein Gespött sind! (Nehemia 2,17)
Daran sehen wir, wie sehr ihm die Identität des Gottesvolkes am Herzen liegt. Zwar stand diese Identität im starken Kontrast zum tatsächlichen Zustand Jerusalems und seiner Bewohner, die zum Gespött geworden waren, doch gerade deshalb ruft er zum Handeln auf.
Die gute Hand Gottes und die Freude am gemeinsamen Werk
In Vers 18 berichtet Nehemia von der guten Hand Gottes, die an seinem Herzen gewirkt und die Wege geebnet hatte, sodass er nun mit diesem Anliegen mitten unter ihnen stehen konnte.
Als er davon erzählt, springt ein Funke über – ein Funke der Begeisterung für das gute Werk Gottes, das der Bundesgott Israels für sein Volk begonnen hatte. Wir sehen das in Vers 18:
Da sprachen sie: Wir wollen uns aufmachen und bauen! Und sie stärkten ihre Hände zu dem guten Werk. (Nehemia 2,18)
Spüren wir etwas von der Kraft und Freude, die entsteht, wenn sich das Volk Gottes vereint, um das Werk Gottes zu tun? Spüren wir die Bedeutung und die Heiligkeit dieses Augenblicks, in dem sich eine Gemeinschaft des Dienstes im Volk Gottes bildet?
Liebe Gemeinde, mein Herzenswunsch und mein Gebet ist, dass auch wir diesen Schritt des Sich-Eins-Machens für das Werk unseres Gottes gehen. Dass wir uns vereinen für das Werk unseres Herrn und für das Bauen an seinem Königreich.
Auch wenn der Zustand in manchen Bereichen vielleicht nicht gut ist, besitzt die Gemeinde einen außerordentlich hohen Wert in den Augen Gottes. Haben wir das nicht auf erstaunliche Weise im Epheserbrief gesehen?
Unser Herr liebt seine Gemeinde. Er baut sie, reinigt sie und heiligt sie. Sollten wir uns davon nicht ebenfalls begeistern lassen, um uns wie die Menschen damals aufzumachen und gemeinsam anzupacken?
Damals bauten die Menschen mit Nehemia unter seiner Leitung. Wir dagegen dürfen mit dem Herrn bauen und unter seiner Leitung stehen. Ist das nicht viel besser? Ist das nicht viel größer? Ist das nicht viel heiliger?
Teil von etwas Größerem werden
Wenn wir zur Einleitung zurückkehren, dann stellt sich die Frage: Wollen wir innerhalb der Gemeinde und innerhalb des Reiches Gottes Teil von etwas Größerem werden, das der Herr selbst auf unsere Herzen legen möchte?
Widerstand gegen das Werk Gottes
In Vers 19 begegnet uns Widerstand:
Als aber Sanballat … und Tobija … dies hörten, spotteten sie über uns und verachteten uns und sprachen: Was hat das zu bedeuten, was ihr euch da vornehmt? (Nehemia 2,19)
Wir haben das bereits gesehen: Widerstand stellt sich immer dann ein, wenn das Werk Gottes begonnen wird und vorangebracht wird.
In Vers 20 sehen wir außerdem etwas sehr Wichtiges. Nehemia zieht eine klare Trennlinie zwischen denen, die für Gott sind und deshalb mit anpacken, und denen, die keinen Anteil daran haben und draußen bleiben müssen:
darum wollen wir, seine Knechte, uns aufmachen und bauen. Ihr aber habt weder Anteil noch Recht noch Andenken in Jerusalem! (Nehemia 2,29)
Was haben wir bisher gesehen?
Wichtig ist, dass der Zustand besichtigt und beurteilt wird. Wir können uns glücklich schätzen, dass unser Herr das für uns tut, auch wenn er uns zugleich herausfordert, es selbst zu tun.
Wenn wir diesen Zustand klar erkennen, dann soll Begeisterung in unsere Herzen einziehen. Der Geist soll Raum in unseren Herzen gewinnen, uns eine Last für das Werk des Herrn schenken und uns zugleich die Freude am Herrn geben. Diese Freude gibt die Kraft, die wir brauchen, um anzupacken.
Damit kommen wir zum dritten und letzten Teil der Predigt: Befestigen und Bauen.
Teil 3: Befestigen und Bauen
Ich lese die ersten Verse aus Kapitel 3, damit wir den Klang, die Logik und den Aufbau dieses Kapitels verstehen:
Und Eljaschib, der Hohepriester, machte sich auf samt seinen Brüdern, den Priestern, und sie bauten das Schaftor; das heiligten sie und setzten seine Türflügel ein; und sie bauten weiter bis zum Turm Mea, den heiligten sie, und bis zum Turm Hananeel. 2 Neben ihnen bauten die Männer von Jericho; und Sakkur, der Sohn Imris, baute neben ihnen. 3 Und das Fischtor bauten die Söhne Senaas; sie deckten es mit Balken und setzten seine Türflügel ein, seine Schlösser und seine Riegel. 4 Neben ihnen besserte Meremot aus, der Sohn Urijas, des Sohnes des Hakkoz. Neben ihnen besserte Meschullam aus, der Sohn Berechjas, des Sohnes Meschesabeels; und neben ihnen besserte Zadok aus, der Sohn Baanas. (Nehemia 3,1-4)
So geht es weiter bis einschließlich Vers 32.
Doch, ihr Lieben, das ist geistinspiriertes Wort. Dieses Wort ist genauso wie jedes andere Bibelwort mächtig zur Zurüstung, zur Überführung, zur Ermahnung und zur Korrektur.
Wir finden hier den Bau der Mauer und der zehn Tore. Mehr als vierzig Bauabschnitte werden beschrieben, ebenso die jeweiligen Arbeitsgruppen, die in diesen klar definierten Abschnitten tätig waren. Sie alle arbeiteten vereint an einem Ziel: Jerusalem wieder aufzubauen.
Wir wollen dieses Kapitel aus zwei Blickwinkeln betrachten. Zum einen die Frage: Wer baute dort, und zum anderen: Was wurde dort gebaut, und was können wir daraus lernen?
Teil 3.1 Wer baute?
Mehr als 40 unterschiedliche Gruppen schlossen sich nach Herkunft, Familie oder Beruf zusammen. Sie sind ein Vorbild dafür, was Gemeinde sein soll: eine geeinte Kraft, die Großes für Gott anstrebt und mit seiner Kraft auch vollbringt.
Wir können uns vorstellen, wie der Lärm dieser gewaltigen Baustelle überall in Jerusalem zu hören war: Hammerschläge, das Geräusch von Sägen, die Holz für Tore und zur Abstützung von Mauerteilen zuschnitten, dazu unzählige Kommandos und Abstimmungen. Es war ein geschäftiges Treiben, voller Energie und Geist, ausgerichtet auf dieses eine Ziel.
Jeder kannte seine Verantwortung und seine Aufgabe. Gleichzeitig sehen wir, dass die einzelnen Gruppen immer wieder mit dem Ausdruck „neben ihnen“ oder „ihnen zur Seite“ verbunden werden. Die einzelnen Bauabschnitte mussten miteinander verbunden werden, weil sie sonst nicht stabil gewesen wären.
Vielleicht kennen wir das noch vom Bauen mit Legosteinen. Wenn man gleich große Steine einfach übereinander schichtet und mehrere solcher Säulen nebeneinanderstellt, entsteht keine stabile Wand. Das gilt auch beim tatsächlichen Mauern. Stattdessen braucht es eine Verzahnung und Überlappung. Durch diese Überlappung einzelner Bauabschnitte entsteht die Stabilität des Ganzen.
Die Vielfalt der Mitarbeiter
Was waren das für Menschen, die dort bauten?
Wir sehen Priester, Tempeldiener und Leviten. Wir sehen Männer aus der Umgebung, teilweise von weiter her. Wir sehen Bewohner Jerusalems, die direkt vor ihren Häusern an der Mauer arbeiteten. Wir sehen Goldschmiede, Salbenmischer und Händler, die ihren Beruf unterbrachen, um an der Mauer zu bauen. Wir sehen Beamte und Oberste, aber auch einfache Leute. Wir lesen von vielen Männern, doch auch Frauen waren beteiligt.
All diese Menschen arbeiteten Hand in Hand, Seite an Seite an der Mauer und den Toren Jerusalems.
Bemerkenswert ist, was wir in diesem Abschnitt nicht finden: keine Architekten, keine professionellen Maurer, keine professionellen Zimmerleute. Das wird an keiner Stelle erwähnt. Das Werk Gottes wurde vom Volk Gottes als Ganzes getan.
Männer aus Jericho
Schaut einmal auf Vers 2:
„Neben ihnen bauten die Männer von Jericho.“
Das können wir leicht überlesen. Jericho war die Stadt, die unter Josua eingenommen und zerstört wurde. Josua hatte über diese Stadt einen Fluch ausgesprochen:
Zu der Zeit schwor Josua und sprach: Verflucht vor dem HERRN sei der Mann, der sich aufmachen und diese Stadt Jericho wieder bauen wird! Wenn er ihren Grund legt, so soll es ihn seinen erstgeborenen Sohn kosten, und wenn er ihre Tore setzt, so soll es ihn seinen jüngsten Sohn kosten! (Josua 6,26)
Im ersten Buch der Könige finden wir die Erfüllung dieses Wortes. Hiel baute die Stadt wieder auf und musste es mit dem Leben zweier seiner Söhne bezahlen.
Zu seiner Zeit baute Hiel von Bethel Jericho wieder auf. Es kostete ihn seinen erstgeborenen Sohn Abiram, als er seinen Grund legte, und seinen jüngsten Sohn Segub, als er seine Tore setzte, nach dem Wort des HERRN, das er durch Josua, den Sohn Nuns, geredet hatte. (1. Könige 16,34)
Mit anderen Worten: Diese Stadt hätte zu diesem Zeitpunkt eigentlich nicht existieren dürfen. Diese Männer wohnten in einer Stadt, die nicht hätte wieder aufgebaut werden dürfen. Dennoch durften sie in der Gnade Gottes am Bau der geheiligten Gottesstadt mitwirken.
Kommen wir nicht alle aus einer Welt, die unter dem Fluch des Gesetzes und unter dem Fluch der Sünde liegt? Haben wir nicht alle auf die eine oder andere Weise in diesem Reich der Finsternis gebaut und gelebt?
Hier ist Gnade: Auch wenn wir aus einer verfluchten Stadt kommen, wie wir alle einmal kamen, dürfen wir Anteil haben am Werk und am Aufbau der heiligen Gottesstadt.
Die Männer aus Tekoa
In Vers 5 begegnen uns Menschen aus Tekoa:
Neben ihnen besserten die Leute von Tekoa aus; aber die Vornehmen unter ihnen beugten ihre Nacken nicht zum Dienst für ihren Herrn. (Nehemia 3,5)
Dort gab es Vornehme, die ihren Nacken nicht unter den Dienst beugten. Sie hielten sich heraus und ließen andere die Arbeit tun. Doch beeinflusste das die einfachen Leute, die trotzdem bauten? Wir lesen in Vers 27 die Antwort:
Nach ihm besserten die Leute von Tekoa einen weiteren Mauerabschnitt aus, gegenüber dem großen vorspringenden Turm und bis an die Ophelmauer. (Nehemia 3,27)
Diese Männer ließen sich nicht negativ beeinflussen. Obwohl ihre Vornehmen nicht mitbauten, arbeiteten sie sogar an zwei Abschnitten der Mauer. Darin sehen wir die Begeisterung und die Befähigung des Volkes Gottes für das Werk Gottes.
Schallum und seine Töchter
In Vers 12 begegnen wir Schallum:
Neben ihm besserte Schallum aus, der Sohn Hallohes, der Oberste des anderen halben Bezirks von Jerusalem, er und seine Töchter. (Nehemia 3,12)
Schallum ist ein Vorsteher, der für den halben Bezirk Jerusalems zuständig war. Offenbar hatte er keine Söhne. Das bedeutete, dass sein Erbe bedroht war, sowohl sein Landbesitz als auch der Erhalt seines Namens. Doch das hielt ihn nicht auf. Er machte daraus ein Familienprojekt. Gemeinsam mit seinen Töchtern arbeitete er am Bau der Mauer Jerusalems. Das ist ein schönes Vorbild dafür, wie wir in der Gnade Gottes die Arbeit am Reich Gottes zur Familiensache machen können.
Baruch und sein Eifer
Eine weitere Besonderheit finden wir in Vers 20:
Nach ihm besserte Baruch, der Sohn Sabbais, mit Eifer einen weiteren Mauerabschnitt aus … (Nehemia 3,20)
Hier begegnen wir Baruch, dem Sohn Sabbais. Von ihm wird ausdrücklich erwähnt, dass er mit Eifer einen weiteren Mauerabschnitt baute. Wie schön, dass er wegen seines besonderen Eifers und seiner Freude am Dienst in diesem Bericht verewigt wurde.
Wenn wir Menschen wie ihn erleben, die voller Begeisterung und Eifer bauen, kann das zwei Wirkungen auf uns haben. Es kann uns abschrecken, entmutigen oder neidisch machen.
Doch das sollte nicht geschehen. Wenn wir solche Menschen um uns haben, die mit Eifer bei der Sache sind, sollten wir uns von ihnen ermutigen lassen, selbst ebenfalls mit Eifer anzupacken.
Bauen am eigenen Haus
Schauen wir noch kurz auf Vers 23:
Nach ihnen besserten Benjamin und Haschub ihrem Haus gegenüber aus (Nehemia 3,23)
Ihr Lieben, Aufbauarbeit in unseren Häusern, in Familie und Ehe, ist eine Arbeit, die dem Bauen am Reich Gottes dient. Sollen wir dort anpacken? Ist das unser zugeteilter Platz? Ein Stück Mauer bei unserem Haus? Wenn das so ist, dann geh es an.
Teil 3.2 Was wurde gebaut?
Im ersten Teil haben wir uns damit beschäftigt, wer gebaut hat. Nun wollen wir den letzten Aspekt betrachten: Was wurde gebaut?
Natürlich wurden Mauern gebaut, aber es wurden auch Tore gebaut. Das Zusammenwirken von Mauern und funktionierenden Toren macht eine Stadt überhaupt erst zu einer Stadt. Eine Stadt mit einer vollständig geschlossenen Mauer ohne Tore ist nicht überlebensfähig. Im Mittelalter gab es Klöster und Abteien, die genau das versucht haben: sich vollständig von der Welt abzuschotten. Doch so hat Gott es als Baumeister nicht gedacht.
Vielleicht neigen auch wir dazu, lieber ein Tor wegzulassen, damit die Mauer an dieser Stelle geschlossen ist, anstatt das Zusammenspiel von Toren und Mauern so zu praktizieren und aufzubauen, wie es Gott gefällt.
Wir wollen uns nun zehn Tore anschauen, verstehen, welche Bedeutung sie für das historische Jerusalem zur Zeit Nehemias hatten, und sie geistlich auf uns anwenden. Dabei stellen wir die Fragen: Welche Funktion hat das jeweilige Tor? Wie können wir es aufbauen, absichern und befestigen?
Das Schaftor
Zuerst finden wir das Schaftor. Es lag an der Nordmauer und war der Zugang zum Tempelbereich. Durch dieses Tor wurden die Opfertiere hineingebracht, um im Tempel zur Anbetung des Gottes Israels geopfert zu werden.
Was bedeutet das für uns? Die Frage ist: Haben wir eine offene Tür für den, der das Lamm Gottes ist, das die Sünden der Welt wegnimmt? Steht Christus als Heiland der Welt und sein Werk am Kreuz im Mittelpunkt unserer Gemeinde? Ist uns bewusst, dass wir nur in Christus, dem Lamm Gottes, Gott nahen und ihn anbeten dürfen und können? Hast du in deinem Herzen die Tür für das Lamm Gottes geöffnet?
Das Fischtor
Als Nächstes finden wir das Fischtor. Es hieß so, weil sich außerhalb dieses Tores ein Marktplatz befand, auf dem Fisch aus dem See Galiläa verkauft wurde.
Ist das nicht ein Hinweis auf die Worte unseres Herrn und auf den Auftrag, Menschenfischer zu sein? Haben wir ein Tor, durch das wir hinausgehen auf den Marktplatz dieser Welt, um Menschen für Christus zu gewinnen? Haben wir zugleich eine geöffnete Tür, damit solche Menschen auch bei uns hereinkommen dürfen?
Das Alte Tor
Dann finden wir das Alte Tor. Vermutlich trägt es diesen Namen, weil es entweder an der Stelle stand, an der es schon zur Zeit Davids und Salomos stand, oder weil dort noch ein Teil der alten Mauer erhalten geblieben war.
Wie ist das bei uns? Halten wir fest an dem einmal überlieferten Glauben oder suchen wir nach neuen Dingen? Unser christlicher Glaube ist ein alter, etablierter Glaube. Lass uns nicht davon weggehen.
Das Taltor
Das vierte Tor ist das Taltor. Wer aus dem Tal Hinnom kam, konnte durch dieses Tor nach Jerusalem gelangen.
Liebe Geschwister, haben wir ein offenes Tor für Menschen, die mit Talerfahrungen kommen, die aus dem Tal des Todesschattens kommen? In diesem Tal fanden zu alten Zeiten Götzenopfer statt, und dort waren Grabstätten. Haben wir geöffnete Türen für solche Menschen? Können wir sie in unserer Mitte willkommen heißen, oder haben wir dieses Stück der Mauer zugemauert?
Das Misttor
Als Nächstes finden wir das Misttor. Der Name klingt vielleicht lustig, aber er beschreibt genau seine Funktion. Durch dieses Tor wurden Mist, Müll und Schmutz aus der Stadt hinausgebracht.
Die Frage an uns lautet: Haben wir einen solchen Reinigungsprozess in unserem persönlichen Herzen und auch als Gemeinde, sodass Dinge, die in Gottes Augen Schmutz und Mist sind, aus unserer Mitte entfernt werden?
Wenn wir das nicht tun, wird der Gestank groß, und es werden sich Krankheiten entwickeln. So wäre es damals gewesen, wenn dieses Tor nicht genutzt worden wäre.
Das Quelltor
Dann finden wir das Quelltor. Dort kam das Wasser an, das durch einen Kanal von der Gihonquelle hergeleitet wurde. Es war lebendiges, fließendes, sprudelndes Wasser.
Haben wir die Worte unseres Herrn aus Johannes 7 im Ohr, wo er von Strömen lebendigen Wassers spricht, vom Geist Gottes?
Wer an mich glaubt, wie die Schrift gesagt hat, aus seinem Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen. Das sagte er aber von dem Geist, den die empfangen sollten, welche an ihn glauben (Johannes 7,38-39)
Hat der Heilige Geist Raum in unserer Mitte, hat er Eingang? Oder haben wir ihn betrübt, gedämpft und ausgelöscht?
Das Wassertor
Das nächste Tor ist das Wassertor. Von dort konnte man schnell zur Gihonquelle gelangen, um Wasser zu schöpfen.
Diesen Ort finden wir später noch einmal in Nehemia 8. Dort wird dem Volk Gottes das Wort Gottes gegeben. Es kann kein Zufall sein, dass Quelltor und Wassertor unmittelbar zusammengehören. Der Heilige Geist und das Wort Gottes gehören zusammen und müssen beide durch geöffnete Tore in unsere Mitte gelangen.
Wohnt das Wort Gottes wirklich reichlich in unserer Mitte, so wie der Geist Gottes hoffentlich reichlich in unserer Mitte wohnt? Erfüllt es seine Funktion der Erfrischung und der Reinigung? Oder lassen wir dieses Tor in vielen Bereichen verschlossen und folgen stattdessen unseren eigenen Ideen oder gesellschaftlichen Themen?
Das Rosstor
Noch drei Tore bleiben. Das Rosstor war das Tor, durch das Kriegszüge begonnen wurden. Die Kampfpferde und Schlachtrösser verließen dort die Stadt, um sie zu verteidigen oder in den Kampf zu ziehen.
Wir haben vor einiger Zeit aus Epheser 6 gehört. Sind wir in diesem geistlichen Kampf mit der Waffenrüstung Gottes unterwegs? Haben wir wirklich die Haltung, den Angriffen des Bösen zu widerstehen? Oder kann er sich der Stadt nähern, wie er möchte?
Ein funktionierendes Rosstor hat direkte Auswirkungen auf unsere Sicherheit und damit auch auf die Qualität der Anbetung unseres Gottes.
Das Osttor
Das vorletzte Tor ist das Osttor. Durch dieses Tor hatte man direkten Zugang zum Tempelbezirk. Mit diesem Tor verband sich auch die messianische Erwartung, dass der Messias eines Tages wiederkommen würde. Das finden wir in Hesekiel 43.
Ihr Lieben, haben wir eine geöffnete Tür für das zweite Kommen unseres Herrn? Erwarten wir sein Wiederkommen? Wird er Glauben finden, wenn der Sohn des Menschen wiederkommt? Wird er geöffnete Türen unserer Herzen und unserer Gemeinde finden?
Wir brauchen diese Erwartung des Wiederkommens unseres Herrn Jesus Christus.
Das Prüftor
Dann kommen wir zum letzten Tor. In manchen Übersetzungen wird es „Tor Miphkad“ genannt, weil die Übersetzung schwierig ist. Es handelt sich um ein Prüf- oder Musterungstor.
Dort führte David die Musterung seines Heeres durch. Stellen wir uns unter die Prüfung und Musterung unseres Herrn, der den Zustand der Gemeinden beurteilt? Haben wir das heute getan? Funktioniert dieses Prüftor?
Das wird sich daran zeigen, was wir mit diesen Worten tun, die in Schwachheit geredet wurden, aber von einem mächtigen Gott handeln, und was sich dadurch in unserem Leben verändert.
Schlussgedanke
Nur ein Jerusalem mit intakter Mauer und funktionierenden Toren kann ein Ort geschützter Gotteserfahrung und Anbetung sein – ein Ort, an dem der Herr durch Wort und Geist regiert und Gott selbst in unserer Mitte wohnt.

