Auf dieser Seite
- Drei Fragen zum Thema Ehe
- Der Bundesbruch und die Wahl des Ehepartners
- Darf ein Christ einen Nichtchristen heiraten?
- Wenn Gott uns warten lässt
- Das Beispiel von Mark Twain und Olivia
- Was bedeutet das für Unverheiratete?
- Warum nimmt Gott eheliche Untreue so ernst?
- Was ist Gottes Ziel für die Ehe?
- Gott hasst die Scheidung
- Was Jesus über Ehe und Scheidung sagt
- Christus ist der Bräutigam und die Gemeinde seine Braut
- Wenn wir untreu sind, bleibt Gott treu
Maleachi 2,10–16 gehört zu den deutlichsten und eindringlichsten Bibelstellen über die Ehe. Durch den Propheten Maleachi erkennen wir, was Gottes Herz für die Ehe ist und wie ernst er Untreue und den Bruch des Ehebundes nimmt. Wir schauen uns an, wie das, was Maleachi damals zu seinem Volk gesagt hat, auch heute zu uns im Neuen Bund spricht.
Mir ist bewusst, dass dieses Thema nicht leicht ist, besonders für manche unter uns. Es ist nicht nur eine theologische Fragestellung, sondern berührt uns ganz persönlich und kann mit schmerzhaften Erfahrungen verbunden sein.
Die Themen Ehe, Scheidung und Wiederheirat sind ein sehr großes Thema. In dieser Predigt wollen wir uns allerdings eng am Bibeltext orientieren und darauf hören, was er uns sagt. Dabei geht es nicht um Meinungen oder gesellschaftliche Strömungen. Wir wollen demütig auf das hören, was Gott uns durch seinen Propheten und im Neuen Testament über seinen Willen offenbart.
Maleachi 2,10–16
Haben wir nicht alle einen Vater? Hat uns nicht ein Gott erschaffen? Warum sind wir denn so treulos, einer gegen den anderen, und entweihen den Bund unserer Väter? 11 Juda hat treulos gehandelt und einen Gräuel verübt in Israel und Jerusalem; denn Juda hat das Heiligtum des HERRN entweiht, das er liebte, und hat die Tochter eines fremden Gottes geheiratet. 12 Der HERR wird den Mann, der so etwas tut, ausrotten aus den Zelten Jakobs, was sich regt und redet, auch den, der dem HERRN der Heerscharen eine Opfergabe darbringt! 13 Und zum anderen tut ihr auch das: Ihr bedeckt den Altar des HERRN mit Tränen, mit Weinen und Seufzen, sodass er sich nicht mehr zu der Opfergabe wenden und sie nicht mit Wohlgefallen aus euren Händen annehmen mag. 14 Und ihr fragt: »Warum?« Weil der HERR Zeuge war zwischen dir und der Frau deiner Jugend, der du nun untreu geworden bist, obwohl sie deine Gefährtin und die Frau deines Bundes ist! 15 Und hat Er sie nicht eins gemacht, ein Überrest des Geistes für Ihn? Und wonach soll das eine trachten? Nach göttlichem Samen! So hütet euch denn in eurem Geist, und niemand werde der Frau seiner Jugend untreu! 16 Denn ich hasse die Ehescheidung, spricht der HERR, der Gott Israels, und dass man sein Gewand mit Frevel bedeckt, spricht der HERR der Heerscharen; darum hütet euch in eurem Geist und werdet nicht untreu!
Drei Fragen zum Thema Ehe
Unsere Serie durch Maleachi steht unter dem Titel „Q&A mit Gott“ – „Fragen und Antworten mit Gott“. Welche Fragen stellt uns dieser Text heute?
- Darf ein Christ einen Ungläubigen heiraten?
- Warum ist Gott die eheliche Treue so wichtig?
- Was ist Gottes Ziel für die Ehe?
Auf diese drei Fragen könnte man kurze, theologisch eindeutige Antworten geben. Doch das wäre nicht immer angemessen und könnte kühl und herzlos wirken. Was es oft kompliziert macht, ist, dass Sünde irgendwo in unserem Leben ist. Vielleicht haben sich Menschen an uns schuldig gemacht. Vielleicht haben wir uns an jemand anderem schuldig gemacht. Wir lesen in der Bibel:
„Es ist keiner gerecht, auch nicht einer“ (Römer 3,10)
Und so brauchen wir immer und immer wieder Vergebung und Gnade.
Zunächst betrachten wir diese Fragen im Blick auf das Volk Israel und seine Situation. Israel hatte durch das Gesetz des Mose konkrete Anweisungen erhalten, die das Volk offensichtlich nicht befolgte. Doch gerade in diesem Gesetz können wir Gottes Herz erkennen.
Der Bundesbruch und die Wahl des Ehepartners
Wir starten in Vers 10:
„Warum sind wir denn so treulos einer gegen den anderen und entweihen den Bund unserer Väter?“
Mit den Vätern sind hier die Bundesväter gemeint: Abraham und Mose, durch den das Gesetz überliefert wurde. Der Vorwurf lautet, dass Israel diesen Bund entweiht. Der Bund ermöglicht dem Volk Israel eine Beziehung zu Gott. Wenn sie diesen Bund brechen, ist auch ein Bruch in der Beziehung da.
Vers 11 beschreibt diesen Bundesbruch genauer:
„Juda hat treulos gehandelt und einen Gräuel verübt in Israel und in Jerusalem. Denn Juda hat das Heiligtum des Herrn entweiht.“
Am Ende von Vers 11 wird der Grund genannt:
„Weil sie die Tochter eines fremden Gottes geheiratet haben.“
Es geht also um die Wahl des Ehepartners, für die Gott im Gesetz konkrete Anweisungen gegeben hatte. Interessant ist: Hier steht nicht, Juda habe eine ausländische Frau geheiratet, sondern es wird ganz spezifisch genannt: „Tochter eines fremden Gottes.“
Gott hatte in seinem Gesetz verboten, Ehen mit den heidnischen Völkern Kanaans einzugehen, und dafür auch den Grund genannt:
„Denn sie würden deine Söhne von mir abwendig machen, dass sie anderen Göttern dienen.“ (5. Mose 7,4)
Dieses Gesetz sollte Gottes Volk vor dem Götzendienst bewahren, damit es ihm treu bleibt und ihm allein dient. Gott hat die Ehe erfunden. Er kennt die Macht der Ehe. Gott weiß, wie stark Ehemann und Ehefrau einander beeinflussen. Im Guten wie auch im Schlechten.
Wer sein Leben mit jemandem verbindet, der andere Götter verehrt und andere Ziele im Leben verfolgt, bei dem kann es früher oder später passieren, dass er sein Herz von Gott abwendet. Das sehen wir auch bei Salomo, dem weisesten König auf dieser Erde. Selbst bei ihm ist es passiert, dass seine Frauen sein Herz zum Götzendienst verführt haben.
Was bedeutet das für uns als Christen?
Wir stehen nicht in gleicher Weise unter dem Gesetz. Dennoch bleibt diese Aussage auch für uns bedeutsam.
Damit kommen wir zur ersten Frage: Darf ein Christ einen Nichtchristen heiraten?
Zunächst möchte ich auf die Worte „Darf ein Christ …?“ eingehen. Das ist immer eine etwas heikle Frage, wenn es um unsere Freiheit als Christen geht.
Die Frage „Darf ich das?“ ist nicht grundsätzlich falsch. Aber ich sollte mich fragen: Wofür schlägt mein Herz, wenn ich sie stelle? Klammere ich mich nur daran, was erlaubt ist und was nicht? Oder sollte ich eher die Frage stellen: Was würde Gott gefallen, wenn ich es tue?
Als Christen sind wir auf jeden Fall zur Freiheit berufen. Aber diese Freiheit bedeutet nicht, dass wir unsere Entscheidungen unabhängig von Gott treffen. Wir haben die Freiheit, auf das zu hören, was Gott uns sagt, und ihm zu dienen. Ihr kennt bestimmt folgende Bibelstelle:
„Alles ist mir erlaubt, aber es ist nicht alles nützlich… Niemand suche das Seine, sondern jeder das des anderen.“ (1. Korinther 10)
Gerade bei der Wahl des Ehepartners ist das von großer Bedeutung. Denn es geht nicht in erster Linie darum, dass mein zukünftiger Ehepartner oder ein ungläubiger Ehepartner mich negativ beeinflusst. Sondern darum, dass Gott, dass Jesus der Herr über mein Leben ist.
Und wenn Gott der Herr über mein Leben ist, warum auch nicht bei dieser Frage der Wahl des Ehepartners?
Wenn Gott uns warten lässt
Und manchmal lässt uns Gott warten. Ich glaube, das kennen wir alle. Besonders bei der Partnerwahl kann das schmerzhaft sein. Mit der Zeit kann die Versuchung kommen, die Maßstäbe herunterzuschrauben. Und so passiert es immer wieder, dass ein Christ einen Nichtchristen heiratet.
Manchmal ist Gott gnädig und zieht den ungläubigen Partner zu sich, sodass er Christ wird. Dafür dürfen wir Gott natürlich loben und preisen. Aber das ist leider nicht garantiert.
Und wenn der Partner nicht zu Gott findet, kann das große Schmerzen und großes Leid verursachen. Denn in einem so wichtigen Bereich des Lebens zieht das Paar nicht an einem Strang, sondern ist gespalten.
Das Beispiel von Mark Twain und Olivia
Ich möchte euch ein Beispiel von dem amerikanischen Schriftsteller Mark Twain erzählen. Von ihm stammen die berühmten Geschichten über Tom Sawyer und Huckleberry Finn.
Seine Frau Olivia wuchs in einem christlichen Elternhaus auf, in dem der Glaube wirklich gelebt wurde. Mark Twain dagegen war kein gläubiger Christ, sondern stand dem christlichen Glauben skeptisch gegenüber. Olivia lernte ihn kennen und heiratete ihn. Wie so oft in solchen Situationen hoffte sie, ihrem Mann den Glauben näherbringen zu können und dass er eines Tages ebenfalls zum Glauben an Jesus finden würde.
Anfangs sah es auch vielversprechend aus. Aus Liebe zu seiner Frau war Mark bereit, an den christlichen Gewohnheiten der Familie teilzunehmen. Sie beteten beim Essen und lasen gemeinsam die Bibel. Anfangs machte auch Mark dabei mit.
Doch mit der Zeit änderte sich das. Schließlich sagte er sinngemäß zu seiner Frau: „Lily, du kannst diese christlichen Gewohnheiten weiterhin pflegen. Aber ich fühle mich dabei wie ein Heuchler. Ich kann das alles nicht wirklich glauben. Es widerspricht meiner Vernunft.“
Dieses ehrliche Bekenntnis bedeutete für Olivia das Ende ihrer Hoffnung, dass Mark zum Glauben finden würde. Doch die Geschichte ging weiter. Seine ablehnende Haltung gegenüber dem christlichen Glauben beeinflusste auch die Familie. Nach und nach entfernten sie sich vom christlichen Leben.
Mark Twain und seine Frau mussten außerdem schwere Schicksalsschläge erleben. Unter anderem verloren sie Kinder. Als Olivia eine Zeit tiefer Trauer durchlebte, versuchte Mark sie zu trösten. Sinngemäß sagte er zu ihr: „Wenn der christliche Glaube dir Trost gibt, dann stütze dich auf ihn.“
Doch Olivia soll geantwortet haben: „Ich kann nicht, ich habe keinen Glauben mehr.“
Eine ganz tragische Geschichte. Ich möchte damit nicht sagen, dass jede Ehe zwischen Christen und Nichtchristen so verlaufen muss. Auch die Frage, ob ein Christ sein Heil verlieren kann, möchte ich hier nicht vertiefen. Ich glaube, dass das nicht möglich ist:
Jesus sagt … ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie werden in Ewigkeit nicht verlorengehen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen. (Johannes 10,28)
Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, […] noch irgendein anderes Geschöpf uns zu scheiden vermag von der Liebe Gottes (Römer 8,28-29)
Was ich mit dieser Geschichte zeigen möchte, ist, wie groß der Einfluss des Ehepartners ist. Genau davor hat Gott in unserem Bibeltext gewarnt und wollte sein Volk schützen.
Darf ein Christ einen Nichtchristen heiraten?
Diese Geschichte erzähle ich besonders für diejenigen unter euch, die noch nicht verheiratet sind. Mein Rat ist: Nehmt Gottes Wort ernst, auch bei der Wahl eures Ehepartners.
Denn die Frage ist nicht nur, ob euer zukünftiger Ehepartner euch liebt und ihr gut zusammenpasst, sondern auch, wie eure gemeinsame Zukunft aussieht und ob eure Lebensziele zusammenpassen. Denn wenn Jesus der Mittelpunkt deines Lebens ist, dann sollte er auch im Mittelpunkt der Ehe stehen.
Zurück zu Maleachi: Dort sehen wir, dass die Ehen auf zweierlei Weise entweiht oder entstellt waren. Erstens hatten sie Frauen geheiratet, die fremde Götter verehrten. Zweitens fanden Scheidungen statt, die nicht mit der Bibel vereinbar waren.
Warum nimmt Gott eheliche Untreue so ernst?
Gott nimmt beides ernst: Treue und Untreue. Vers 13 zeigt, wie Gott auf Untreue reagiert. Dort lesen wir:
„Ihr bedeckt den Altar des Herrn mit Tränen, mit Weinen und Seufzen, sodass er sich nicht mehr zu der Opfergabe wenden und sie nicht mit Wohlgefallen aus euren Händen annehmen mag.“
Sie bringen dem Herrn Opfer dar, doch Gott nimmt sie nicht an. Vers 14 erklärt, warum:
„Der Herr ist Zeuge gewesen zwischen dir und der Frau deiner Jugend, an der du treulos gehandelt hast, obwohl sie doch die Gefährtin und die Frau deines Bundes ist.“
Das Eheversprechen wird nicht nur zwischen zwei Menschen gegeben. „Der Herr ist Zeuge gewesen.“ Du gibst dieses Versprechen also auch Gott.
Durch die Scheidung hatten sie ihren Bund gebrochen und damit ein Versprechen, das sie einst abgelegt hatten – nicht nur einander gegenüber, sondern auch gegenüber Gott.
Deshalb nahm Gott ihre Opfergabe nicht mehr an. Sie hatten offenbar erwartet, dass Gott darüber hinwegsieht und ihre Gebete weiterhin erhört, als wäre nichts geschehen. Aber wir sehen hier, dass Gott es ernst meint und dass das Konsequenzen hat.
Die geistliche Einheit in der Ehe
Die Verse 15 und 16 zeigen weitere wichtige Aspekte der Ehe. In Vers 15 steht:
„Hat er sie nicht eins gemacht, wobei ihm noch ein Rest des Geistes verblieb?“
Hier wird deutlich: Die Ehe ist weit mehr als ein rechtlicher Vertrag oder Ausdruck romantischer Liebe. Sie ist auch Ausdruck geistlicher Einheit, denn auf geheimnisvolle geistliche Weise verbindet sie zwei Menschen miteinander.
Was ist Gottes Ziel für die Ehe?
Für die Ehe lassen sich verschiedene Ziele nennen. In Vers 15 wird eines davon beschrieben:
„Und wonach soll das eine trachten? Nach göttlichem Samen.“
Was bedeutet „göttlicher Same“? Gemeint sind hier Kinder, die in der Familie zum Glauben kommen.
Auch eine wunderschöne Vorstellung für Eltern, ein wunderschönes Ziel, dass ihre eigenen Kinder zum Glauben finden. Dass sie nicht mehr nur im Glauben ihrer Eltern mitschwimmen, sondern selbst zum Glauben an Jesus Christus finden und errettet werden.
Interessant finde ich hier das Wort „trachten“. Denn wir wissen alle, dass dieses Ziel aus verschiedenen Gründen nicht immer erreicht wird. Gemeint ist: danach streben, es versuchen.
Manche Ehepaare bleiben kinderlos. Andere erleben, dass ihre Kinder sich gegen den Glauben entscheiden.
Aber das Ziel ist: trachten. Es probieren, es versuchen.
Wenn es gelingt, ist es ein wunderschöner Weg, auf dem Kinder in einer gesunden Familie geistlich gefestigt aufwachsen.
Auf der anderen Seite fügt es Kindern Schaden zu, wenn dieser Bund gebrochen und eine Familie auseinandergerissen wird. Es ist immer eine Tragödie, wenn das geschieht.
Weitere biblische Aussagen über Gottes Plan für die Ehe, die Verantwortung von Mann und Frau und die Beziehung zwischen Christus und seiner Gemeinde findest du in unserem Überblick zur Ehe in der Bibel
Gott hasst die Scheidung
Im nächsten Vers wird deutlich, wie Gott darüber urteilt. Dort lesen wir:
„Denn ich hasse die Scheidung, spricht der Herr, der Gott Israels, dass einer sein Gewand mit Gewalttat bedeckt.“
Bemerkenswert ist, wie Scheidung hier mit Gewalt verbunden wird. Es ist, als würde etwas auseinandergerissen.
Ein Zitat aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs lautet, auf Deutsch übersetzt: „Kriege werden nicht durch Rückzug gewonnen.“
Das Gleiche gilt für eine Ehe in der Krise. Rückzug ist nicht der richtige Weg, um Problemen zu begegnen.
Kämpft! Kämpft darum, eure Ehe zu retten. Tut es für euch selber. Tut es für eure Kinder. Und tut es für den Gott, vor dem ihr gesagt habt, dass ihr ihn liebt und ihm dient.
Was Jesus über Ehe und Scheidung sagt
Wir haben gesehen, wie ernst Gott den Ehebund nimmt und wie wichtig es ist, auch in schwierigen Zeiten um die Ehe zu kämpfen. Doch was sagt Jesus selbst über Ehe und Scheidung? Schauen wir dazu zum Abschluss ins Neue Testament.
In Matthäus 19 lesen wir einen bekannten Vers über die Ehe, der bei vielen kirchlichen Hochzeiten zitiert wird.
Wir lesen Matthäus 19,6 und 9–10:
„Was nun Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden […] Ich sage euch aber, wer seine Frau entlässt, es sei denn wegen Unzucht, und eine andere heiratet, der bricht die Ehe. Und wer eine Geschiedene heiratet, der bricht die Ehe. Da sprechen seine Jünger zu ihm: Wenn ein Mann solche Pflichten gegen seine Frau hat, so ist es nicht gut zu heiraten.“
Jesus nimmt den Ehebund genauso ernst, wie wir es bereits in Maleachi gesehen haben.
Christus ist der Bräutigam und die Gemeinde seine Braut
In Epheser 5 begegnet uns ein weiterer wichtiger Aspekt der Ehe. Dort steht:
„Dieses Geheimnis ist groß, aber ich deute es auf Christus und auf die Gemeinde.“
Gott möchte mit diesem Ehebund auf etwas Größeres hinweisen. Die Ehe soll ein Abbild der Liebe und Treue von Jesus zu seiner Gemeinde sein.
Jesus Christus ist der Bräutigam, und die Gemeinde, wir sind die Braut.
Doch etwas ist erstaunlich: Seine Braut ist nicht perfekt. Sie ist nicht vollkommen. Wir sind nicht immer treu. Wir sündigen, versagen und wenden uns manchmal von ihm ab.
Aber wir dürfen wissen: Jesus ist treu. Er ist der perfekte Bräutigam.
Wir dürfen auf ihn schauen und von seiner Liebe lernen. Gerade in schweren Zeiten dürfen wir auch von seiner Treue lernen. Und wir dürfen uns durch seine Gnade verändern lassen.
Wenn wir untreu sind, bleibt Gott treu
Diese Treue Jesu ist etwas Wunderbares. Denn während unsere Treue immer wieder an Grenzen stößt, bleibt seine Treue bestehen.
„Wenn wir untreu sind, er bleibt treu.“ (2. Timotheus 2,13)
Auch in Jeremia 32 spricht Gott von seiner bleibenden Treue:
„Und ich werde einen ewigen Bund mit ihnen schließen, dass ich nicht mehr von ihnen lassen werde, ihnen Gutes zu tun. Und ich werde meine Furcht in ihr Herz legen, damit sie nicht von mir abweichen.“
Wenn wir untreu sind, er bleibt treu.
Diesen neuen, ewigen Bund hat Jesus Christus beim Abendmahl mit seinen Jüngern eingesetzt. Und daran dürfen wir uns erinnern und uns die Treue unseres Gottes bewusst machen.
Denn unser Herr Jesus Christus ist für uns gestorben. Er hat seinen Körper zerschlagen lassen und sein Blut vergossen zur Sühnung unserer Schuld, unserer Untreue gegenüber Gott.
Und so stehen wir heute unter diesem ewigen Bund der Treue Gottes zu uns.

