Der Wille Gottes für Kinder und Eltern
Zusammenfassung:
Kinder sollen ihren Eltern gehorsam sein, während Eltern ihre Kinder nicht zum Zorn reizen, sondern sie liebevoll erziehen. Gehorsam ist Vertrauen in jemanden, der deutlich weiter und klarer sieht als wir selbst. Kinder können diesen Gehorsam praktisch leben, indem sie respektvoll nach dem „Warum“ fragen, ehrlich über Gefühle sprechen, Absprachen einhalten, für ihre Eltern beten und bewusst Vertrauen statt Rebellion wählen. Eltern tragen gleichzeitig Verantwortung, Gehorsam vorzuleben: durch Respekt gegenüber dem Kind, klare Grenzen mit Freiheit, ein gutes Vorbild, Verzicht auf Beschämung und eine herzorientierte Erziehung. Entscheidend ist eine Balance aus Autorität und Zärtlichkeit, die Orientierung gibt, ohne zu verletzen. So entsteht eine Beziehung, die nicht von Trotz, sondern von Vertrauen geprägt ist und in der Gehorsam als Ausdruck von Liebe und nicht als Zwang verstanden wird.
Vertrauen an der Kreuzung
Ein besonderes Dankeschön an die Grundschulkinder, die die Geduld haben, etwa zehn Minuten zuzuhören. Bevor wir starten, möchte ich, dass alle, aber besonders ihr Kinder, euch folgende Situation vorstellt: Ihr seid etwa 13, 14 oder 15 Jahre alt und zum ersten Mal abends allein unterwegs. Eure Eltern haben euch ein Handy mitgegeben, auf dem Google Maps läuft. Es ist dunkel, es regnet, und ihr geht eine einsame Straße entlang. Euer Navi sagt: „Hier links abbiegen.“
Aber Nora zögert: „Links fühlt sich irgendwie falsch an.“
David schaut nach rechts: „Da sieht es viel freier aus.“
Und Miriam meint: „Rechts wäre schneller – und irgendwie auch cooler.“
Du hast folgende drei Optionen.
- Du ignorierst einfach die Ansagen vom Navi und sagst: „Ich habe keine Lust, darauf zu hören.“
- Ihr diskutiert es aus und sagt: „Ich weiß es aber besser.“
- Die dritte Option ist: dem Navi vertrauen. Ich vertraue, dass das System mehr Überblick hat als ich selbst gerade.
Ihr lieben Zuhörer, Kinder und Erwachsene: Gehorsam entscheidet sich oft an solchen Kreuzungen.
Herzlich willkommen in Kapitel 6 von Epheser! Der Wille Gottes für Kinder und Eltern heißt die Predigt heute. Ich lese die ersten vier Verse:
Ihr Kinder, seid gehorsam euren Eltern in dem Herrn; denn das ist recht. 2 »Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren«, das ist das erste Gebot mit einer Verheißung: 3 »damit es dir gut geht und du lange lebst auf Erden« 4 Und ihr Väter, reizt eure Kinder nicht zum Zorn, sondern zieht sie auf in der Zucht und Ermahnung des Herrn.
Das ist ein spannender Text. Deswegen sind die Kinder dabei: „Ihr Kinder, seid gehorsam euren Eltern in dem Herrn.“
Wenn wir Erwachsenen mit Kindern oder Jugendlichen über Gehorsam sprechen, kommt oft etwas ganz anderes an. Wir sagen „Gehorsam“ – und sie hören „Kontrolle“, „Einschränkung“ oder „Druck“. Aber darum geht es nicht. Liebe Kinder, die Bibel meint hier etwas anderes – etwas Tieferes.
Es gibt am Ende des Verses zwei Worte: „im Herrn“. Und das ist wie ein Schlüssel, um diesen ganzen Vers richtig zu verstehen. Gehorsam im Sinne der Bibel ist keine blinde Unterwerfung, sondern eine freiwillige Ausrichtung – das heißt, ich entscheide mich dafür – an eine vertrauenswürdige, höhere Autorität in Christus.
Gehorsam und Vertrauen
Gehorsam ist nicht Bevormundung, sondern Vertrauen in jemanden, der deutlich weiter sieht als wir selbst. Um das zu verdeutlichen, habe ich ein kleines Experiment gemacht: Ich habe etwas abgedeckt. Ben durfte darunter schauen und sagte: „Es ist eine 6.“ Aaron hat das nicht mitbekommen, schaute anschließend von der anderen Seite darauf und sagte: „Es ist eine 9.“
Genau darum geht es, liebe Kinder: Vertrauen in jemanden, auch wenn man es nicht versteht. Ben hatte recht – aus seiner Sicht war es eine 6. Und auch Aaron hatte recht – aus seiner Perspektive war es eine 9. Ich möchte, dass du dieses Bild im Kopf behältst und bei folgendem Satz gut zuhörst:
Gehorsam ist Vertrauen vor Verstehen.
Du musst nicht alles sofort nachvollziehen können. Es kann sein, dass sich aus deiner Perspektive gerade etwas zu 100 % richtig anfühlt. Aber es gibt jemanden, der beide Seiten – die rechte und die linke – sogar von oben sieht. Deine Eltern sehen vielleicht fünf, acht oder zehn Jahre weiter, haben den größeren Blick in die Zukunft. Aber Gott sieht dein ganzes Leben. Er hat den besten Überblick und den vollkommensten Plan.
Gott ist also kein Spielverderber, liebe Kinder, wenn er sagt: Seid gehorsam. Er erkennt die größere Auswirkung für Erwachsene, den größeren Horizont der Gehorsamkeit, was es mit sich zieht, wenn ihr dann erwachsen seid, wenn ihr das in frühen Jahren lernt.
Ein starkes Bild: Der Baum
Ich habe ein Bild von einem Baum mitgebracht: tief verwurzelt, standfest im Sturm. So sind Gottes Gebote. Sie machen dich nicht unfrei – sie geben dir Halt.
Dieses „Sei gehorsam“ – diese Regel – sie hält dich fest, damit du hoch wachsen kannst und standhaft bist, wenn solche Ströme aufziehen. Ohne Orientierung und solide Wurzel stehen wir in dieser Welt nicht stabil. Gott gibt Gebote nicht, um dich klein zu halten, sondern um dich stark zu machen. Hier ein wichtiger Satz, auch für die Eltern:
Freiheit ohne Orientierung und Grenzen führt selten zu Reife.
Vielleicht denkst du: „Eltern nerven.“ Ja, liebe Teenager, sie verstehen manches nicht. Ja, sie übertreiben manchmal. Und ja – sie machen Fehler. Epheser 6 spricht beide Seiten an: Eltern tragen Verantwortung. Aber ihr Kinder: deine Haltung bleibt deine Entscheidung. Gehorsamkeit trainiert auch Demut. Und Demut macht euch dann tragfähig.
Deine Eltern sehen nicht alles. Aber Gott hat immer das vollkommene Bild von oben, unten, seitlich, und er sieht dein Herz. Wenn du deinen Eltern gehorchst, gehorchst du letztlich Jesus Christus persönlich. Das formt dich wirklich wunderschön. Und wer sich Gott unterordnet, kann später Verantwortung tragen.
Jetzt noch ganz schnell ein paar praktische Tipps für euch Kinder und Teens, wie man gehorsam leben kann:
- Wenn deine Eltern etwas sagen, etwas anweisen, kannst du gerne fragen: “Warum?” Aber mit Respekt.
- Wenn etwas nicht stimmt mit dir oder zu Hause, sprich ehrlich mit deinen Eltern über deine Gefühle.
- Wenn ihr Absprachen ausgemacht habt, haltet euch daran.
- Bete für deine Eltern – auch wenn sie dich nerven.
Sie sind nicht vollkommen, und Beten hilft mehr, als du denkst. - Entscheide dich für Vertrauen, statt Rebellion.
- Vertraue deinen Eltern, anstatt stolz und motzig zu sein.
Und zum Schluss:
Du gehorchst nicht, um geliebt zu werden – du gehorchst, weil du geliebt bist.
Zurück zum Anfang. Du stehst an dieser Kreuzung. Du stehst in dieser dunklen Straße, und links fühlt es sich unlogisch an. Aber du weißt, da ist jemand, der weiter sieht. Und jetzt biegst du links ab – aus Gottvertrauen.
Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit, liebe Kinder.
Gehorsam lernen – Verantwortung von Kindern und Eltern
Und jetzt lehnen sich die Eltern zurück und denken: „Endlich haben sie es gehört. Jetzt läuft es zu Hause – die Kinder gehorchen, und alles passt.“
Liebe Eltern, Gehorsam ist nicht nur Aufgabe der Kinder. Es ist eure Verantwortung, ihn zu vermitteln – damit Kinder lernen, Gott zu gehorchen, auch wenn sie nicht alles verstehen. Der Apostel nennt uns hier zwei Gründe:
- Erstens: „in dem Herrn“ – Das bedeutet, dass ihr Gehorsam Teil ihres christlichen Gehorsams ist, ähnlich wie das Gebot der Frau, sich dem Mann unterzuordnen in Epheser 5,22
- Er entspricht Gottes guter Ordnung. Und Paulus bekräftigt diesen Gedanken mit dem Hinweis auf 5. Mose 5,16, wo Gott versprochen hat, das gehorsame Kind zu segnen.
„Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren“ – das erste Gebot mit Verheißung: „damit es dir gut geht und du lange lebst.“
Dieses Gebot hat kein Ablaufdatum. Auch als Erwachsene bleiben wir Kinder unserer Eltern – und das Prinzip bleibt, auch wenn sich die Form verändert.
Zucht und Ermahnung
„Ihr Väter, reizt eure Kinder nicht zum Zorn, sondern erzieht sie in der Zucht und Ermahnung des Herrn“ (Epheser 6,4).
Diese Worte wurden in eine Gesellschaft gesprochen, in der die Autorität des Vaters absolut war – und stellten schon damals einen klaren Gegenentwurf zu harter Autorität dar. Denn Eltern können ihre Kinder zum Zorn reizen – durch Härte, Ungeduld oder ständige Kritik. Die Anweisung ist klar: Das sollten gläubige Eltern niemals tun.
Ganz wichtig ist dieser Punkt: Wenn du dein Kind disziplinierst, solltest du dich zunächst selbst beherrschen. Handle nicht aus purer Emotionalität, nicht aus Wut, nicht einfach aus der Situation heraus. Ermutigung und Zurechtweisung müssen mit Erziehung und Lehre kombiniert werden.
Beides gehört zusammen: Grenzen setzen und den Weg erklären.
“Und ihr Väter, …” (Epheser 6,4)
Die Schrift spricht hier ausdrücklich die Väter an. Sie tragen die Hauptverantwortung – als Lehrer und Vorbilder – und können diese Aufgabe nicht abgeben. Es ist keine Verantwortung, die an die Mutter oder an den Kindergottesdienst abgegeben werden kann. Die Mutter unterstützt ihren Mann in dieser Aufgabe.
Mit „Zucht“ wird übrigens hier dasselbe Wort übersetzt, das in Hebräer 12 mit „Zurechtweisung“ wiedergegeben wird. Es hat nicht die Bedeutung, einfach draufloszubrüllen. Es bedeutet trainieren, erklären durch korrigierende Maßnahmen. „Ermahnung“ muss also mehr im Sinne des Lehrens verstanden werden. Und ja, beides ist notwendig: Grenzen ziehen und aufzeigen.
„Zieht sie auf“ – Fürsorge und Pflege
Gläubige Eltern sollen ihre Kinder nach dem Wort Gottes erziehen. Martin hat uns letzte Woche dieses „zieht sie auf“, das altgriechische Wort, erklärt. Es wurde ursprünglich für die leibliche Nahrung verwendet, wie in Epheser 5,29 deutlich wird. Im Englischen klingt es besser – es wird für die Pflege von Körper, Geist und Seele verwendet. Die Formulierung hier bedeutet also Entwicklung durch Sorgfalt und Fleiß. Calvin hat es einmal so gesagt: Sie sollen liebevoll gepflegt werden. Und da steckt Vertrauen drin und Hoffnung.
Und liebe Eltern, seid dabei nicht ungeduldig oder hart, sondern handelt weise und mitfühlend. Übt angemessene und mitfühlende Züchtigung.
Eure Kinder sind kein Besitz und keine Gegner – auch wenn es sich manchmal so anfühlt. Sie sind euch von Gott für eine Zeit anvertraut. Willkür und Ungerechtigkeit zerstören Vertrauen – besonders dann, wenn Erziehung von Laune und Stimmung statt von Gottes Willen bestimmt wird.
Liebe Väter, Kinder möchten Nähe. Sie brauchen Gemeinschaft. Sie möchten gehört werden. Sie müssen in ihren Unsicherheiten – was normal ist – begleitet werden.
Manche Eltern kommen und sagen: „Meine Kinder sind so laut.“ Und ich sage das, weil ich es gelernt habe, nicht weil ich es perfekt beherrsche. Ich fasse mich immer zuerst an meine eigene Nase. Aber da kommt bei mir die Frage auf: Kann es sein, dass sie laut werden müssen, weil ihnen nicht zugehört wird? Dass sie nonverbal kommunizieren – durch Aggression, durch Lautstärke –, weil keine Zeit da ist, keine Nähe?
Wir Eltern haben hier eine Aufgabe. So wie Gott sein Volk erzieht, so sollen wir unsere Kinder erziehen. So einfach ist es. Was braucht es dazu? Zeit, Geduld und Aufopferung.
Jesus ist das vollkommene Vorbild. Deshalb sollen wir unsere Kinder im Wort Gottes unterweisen und selbst danach leben – nicht nur in einzelnen Momenten. Der ganze Tag soll dazu genutzt werden, unsere Kinder im Willen Gottes zu erziehen. Und dazu ist es unverzichtbar, selbst den Willen Gottes, das Wort Gottes zu kennen.
Isaak und Rebekka: Bevorzugung statt geistlicher Einheit
Damit wir ein bisschen wach bleiben, möchte ich dir auch ein paar nicht so gelungene Beispiele aus der Bibel aufzeigen. Wir finden im Alten Testament eine Familiengeschichte von Isaak und Rebekka in 1.Mose 25 bis 27.
„Und Isaak hatte den Esau lieb, weil ihm das Wildbret mundete; Rebekka aber hatte den Jakob lieb.“ (1. Mose 25,28)
Genau hier beginnt die Spaltung. Statt gemeinsam geistliche Verantwortung zu tragen, entwickeln die Eltern Lager. Eltern sind berufen, Einheit unter Gottes Verheißung zu leben. Doch hier entsteht Parteilichkeit und schlussendlich Zerrissenheit.
Ich möchte ein paar zerstörerische Muster ansprechen: geistliche Uneinheit, Uneinigkeit der Eltern, heimlich eigene Strategien schmieden. Die Kinder werden zu Werkzeugen elterlicher Pläne. Rebekka instrumentalisiert Jakob, und Isaak klammert sich an Esau. Die Folgen kennen wir – du kannst die komplette Geschichte gerne nachlesen: Angst, Hass, Flucht.
Was lief geistlich schief? Mangel an Vertrauen in Gottes Souveränität. Fehlende Führung des Mannes in seiner Position. Kein gemeinsames geistliches Fundament.
David versagt als Vater
Die Bibel verschweigt auch das Versagen ihrer Vorbilder nicht. In 2. Samuel 13 wird berichtet, dass Amnon seine Halbschwester Tamar vergewaltigt. Danach heißt es über David:
Und als der König David das alles hörte, wurde er sehr zornig. (2.Samuel 13,21)
David wird zwar zornig, doch ein Eingreifen oder Konsequenzen werden nicht berichtet. Er wird seiner Rolle als Vater nicht gerecht.
Das Schweigen, das Nicht-Auftreten, das Nicht-Handeln eines Vaters kann zerstörerischer sein als strenge Worte. Wo Leitung fehlt, wächst Ungesundes. Amnon bleibt ungestraft, und die Folgen bleiben nicht aus: Die Situation eskaliert, als Absalom Rache nimmt – und die Familie zerbricht daran. Ein Sohn ohne korrigierende Führung wird leicht von Ehrgeiz, Bitterkeit, Stolz und letztendlich von Sünde getrieben.
David war ein großer König und ein Mann nach Gottes Herzen. Doch als Vater sehen wir Stellen, in denen klare Führung und Korrektur fehlen. Wir wissen, dass David ein tapferer Krieger war, ein begnadeter Beter, Schreiber, Sänger, ein gesalbter König. Aber als Vater bleibt er manchmal passiv, besonders wenn entschiedenes Handeln nötig gewesen wäre.
Nach Hebräer 12 ist Zucht, Zurechtweisung, ein Ausdruck von Liebe. Wer nicht zurechtweist, nicht korrigiert, lässt das Kind sich selbst über – und das hat entsprechende Folgen.
Wenn wir scheitern: Gottes Gnade bleibt größer
Vielleicht erkennst du dich als Vater in Davids Passivität wieder. Oder als Mutter in seiner emotionalen Überforderung. Wenn du dich so fühlst, ist das Folgende für Dich:
David ist nicht aus der Gnade Gottes herausgefallen. Aus seiner Linie kam Jesus, unser Erlöser. Und seine Gnade reicht auch für dich aus.
Unsere Fehler – als Eltern, als Sohn, als Tochter – sind real, und ihre Folgen haben ernste Konsequenzen. Aber Gottes Gnade am Kreuz ist größer. Wo wir als Eltern versagt haben, bleibt Hoffnung durch Christus.
Familie ist kein moralisches Leistungsprojekt, sondern ein Ort, an dem das Evangelium sichtbar wird.
Familie ist kein moralisches Leistungsprojekt, sondern für uns Christen ein Ort, an dem das Evangelium sichtbar wird. Die Kinder sind Ebenbild Gottes nach 1. Mose 1,27. Jesus selbst stellt ein Kind in die Mitte und sagt in Matthäus 18: „Seht her.“
Praktische Erziehungsimpulse:
Du kannst Gehorsam folgendermaßen leben
- Respekt vor der Person des Kindes
Kinder sind geistliche Wesen. Bete mit ihnen, nicht nur für sie.
- Freiheit in klaren Grenzen
Gott gibt Gebote, aber auch Raum. Grenzen geben Sicherheit, und Freiheit ermöglicht Reifung. Das geht nur, wenn du Zeit verbringst, dich hingibst und Nähe empfindest.
- Vorbild statt Moralpredigt
Ganz wichtig ist unsere Vorbildfunktion. Glaube wird übertragen, nicht diktiert. Timotheus lernte Glauben von seiner Mutter und Großmutter. In 2. Timotheus 1,5 sagt er, dass ihr gelebter Glaube prägend für ihn war.
- Keine Beschämung
Überlege dir, wann der gute Rahmen ist, um Kinder zu züchtigen und wie du das tust. Du sollst sie nicht beschämen. Beschämung erzeugt oft Zorn. Korrektur in vernünftigem Rahmen schützt und formt die Identität.
- Herzorientierte Erziehung
Gott spricht nach dem Sündenfall nicht zuerst Verdammnis aus, sondern sucht und sagt:
- Die Balance: Autorität und Zärtlichkeit
Da haben wir das wunderbare Beispiel in unserem Herrn. Gottes Vaterschaft ist stark und zugleich zärtlich liebevoll.
Ja, liebe Eltern, Familie ist der erste Ort, an dem das Evangelium gehört, gesehen und gelebt wird. Und ich bin mir bewusst, dass manche diese Predigt mit Schmerz hören, weil nicht jede Familie ein sicherer Ort war. Aber das Evangelium sagt: Du bist nicht definiert durch das Versagen deiner Eltern. Deine Identität liegt ganz woanders.
Epheser 6, die ersten vier Verse, sind kein kalter Regeltext. Es ist ein Blick, ein Fenster in Gottes Herz. Die Kinder sind berufen zu vertrauendem Gehorsam. Und Eltern sind berufen zu liebevoller, klarer Leitung. Christus ist das Zentrum, in dem beides zusammenkommt – und er ist derjenige, der das hält.

